
Im Gegensatz zu Hochtönern mit geringer Auslenkung und kontinuierlichem Verbleib im Spalt legen die Membranen von Basstreibern einen deutlich längeren Weg zurück. Durch das Herausragen der Spule aus dem Spalt wird sichergestellt, dass selbst bei großer Auslenkung der Spule aus der Ruheposition, dieselbe Länge von Wicklungen die Magnetpolabdeckung überlappt, womit die Kraft mehr oder weniger konstant bleibt. Theoretisch hört sich das gut an, aber in der Praxis beschränkt sich die magnetische Energie nicht auf den Spalt selbst, sondern breitet sich auf beiden Seiten weiter aus.

Dieses Randfeld spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Verzerrungen. Durch die Verwendung eines Doppelmagnetsystems ergibt sich ein symmetrischer Aufbau, wodurch die Verzerrungen minimiert werden können.Bei einem herkömmlichen Antrieb mit einem einzelnen Magneten ist die Asymmetrie durch den Aufbau der Metallkomponenten bereits von vorneherein vorhanden. Als Folge ist das Randfeld ebenfalls asymmetrisch, so dass sich die Kraft für die Vorwärtsbewegung der Spule von der Kraft für die Rückwärtsbewegung unterscheidet. Das führt zu Verzerrungen, die mit zunehmender Lautstärke sogar noch schlimmer werden.
Dagegen weisen bei einem Doppelmagnetsystem beide Magnete in Richtung der Abdeckung, dies aber von entgegengesetzten Seiten. Außerdem sind sie gegenpolig zueinander magnetisiert. Die Umsetzung dieses Prinzips ist in der Produktion schwieriger, da nicht die gesamte Baugruppe auf einmal magnetisiert werden kann. Ziel ist es aber nicht nur, das Randfeld symmetrischer zu machen, sondern auch den Umfang des Randfelds insgesamt zu verkleinern, damit mehr Energie konzentriert in den Schwingspulenspalt eingebracht wird.
Bei höheren Lautstärken tritt die Reduzierung der Verzerrung im Vergleich zu einem herkömmlichen Antrieb noch deutlicher zu Tage, denn sie ergibt einen wesentlich natürlicheren und gleichmäßigeren Basscharakter, wobei die entsprechende Dynamik auch bei höheren Pegeln beibehalten wird.
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