Warum wir Diamant als Kalottenmaterial für Hochtöner einsetzen? Es mag extravagant erscheinen, aber es ist einfach ein weiterer Schritt hin zum perfekten Lautsprecher. Ein wesentlicher Punkt in unserem Streben nach dem Besten besteht in der Weiterentwicklung von Chassis, die dem Signal weder etwas hinzufügen noch wegnehmen. Für einen Hochtöner benötigen wir dazu eine Kalotte, die steif bleibt und bis zu einem möglichst hohen Frequenzbereich über ein nahezu kolbenförmiges Verhalten verfügt. Am besten sind dafür Materialien geeignet, die ein hohes Steifigkeits-/Dichteverhältnis haben. Und hier kommt der Diamant ins Spiel.
Die meisten Bowers & Wilkins-Hochtöner verfügen über eine Aluminiumkalotte, die Frequenzen oberhalb dessen, was vom menschlichen Ohr wahrnehmbar ist, wiedergeben kann. Das Material jedoch, das dem Verhalten eines hypothetisch „perfekten Hochtöners“ sowohl im hörbaren Bereich als auch darüber hinaus am nächsten kommt, ist der Diamant. Durch seinen Einsatz ist eine Hochtonkalotte der Extraklasse entstanden, die in der Lage ist, einen unglaublich reinen Klang zu erzeugen.

Das technische Kernproblem, Klang über und jenseits der Grenzen des menschlichen Gehörs exakt wiederzugeben, ist leicht zu beschreiben, aber nur schwer zu lösen. Das Problem besteht darin, ein Material zu finden, das unendlich steif ist und exakt in eine sehr dünnwandige, leichtgewichtige Hochtönerkalotte geformt werden kann. Das ist alles. Eigentlich ganz einfach, oder?
Unendliche Steifheit ist natürlich unmöglich, aber es gibt ein Material, das, weil es so viel steifer als die herkömmlicherweise für Hochtonkalotten verwendeten Materialien ist, potenziell einen sehr großen Vorteil in puncto Leistung bietet: reiner Diamant. Es gibt einige wenige Materialien, die steifer als Diamant sind, und es gibt einige wenige Materialien, die sich noch schwerer zu einer Hochtonkalotte formen lassen. Wir versuchen stets, das Richtige zu tun, und vom technischen Standpunkt aus macht eine Diamant-Hochtönerkalotte wirklich viel Sinn.
Wie gut ein Material tatsächlich als Hochtonkalotte funktioniert, lässt sich, vorausgesetzt natürlich, dass das Material leicht genug für diese Aufgabe ist, an der Aufbrech-Frequenz der Kalotte erkennen. Dies ist die Frequenz, bei der die Kalotte dank der Beschleunigungen und anliegenden Kräfte aufhört, sich als harmonisches Ganzes zu bewegen und beginnt, das Audiosignal zu verzerren. Die vor dem Aufkommen der Metallkalotten in den 80er Jahren Kunststoff- oder Gewebekalotte brachen bei einer Frequenz unter 10 kHz auf, also innerhalb des hörbaren Bereichs. Metallkalotten, manchmal aus Kupfer, aber in der Regel eher aus Aluminium oder Titan, setzten die Messlatte hoch auf rund 20 kHz. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Hochtonwiedergabe erheblich präziser. Durch Fortschritte in der Fertigung, viele bei Bowers & Wilkins entwickelt, konnte die Aufbrech-Frequenz für den besten Metallkalotten-Hochtöner – unsere 26-mm-Nautilus™-Aluminiumkalotte – auf rund 30 kHz erhöht werden.

Diamanten wurden seit den 50er Jahren in begrenzter Größe und Form künstlich hergestellt, und wir haben vor einiger Zeit erkannt, dass wir die Aufbrech-Frequenz mit einer Diamantkalotte möglicherweise auf rund 70 kHz anheben könnten. Wir konnten jedoch nur darauf warten, dass Herstellungsverfahren für Diamanten entwickelt werden, durch die unser Diamant die richtige Größe und Form erhalten könnte. Und genau das ist vor kurzem durch die chemische Gasphasenabscheidung passiert. Die chemische Gasphasenabscheidung ist eine technologisch ausgeklügelte Technik, die es ermöglicht, reine Diamanten zu komplexen Formen „wachsen“ zu lassen. Das Prinzip der chemischen Gasphasenabscheidung ist analog zur Bildung von Eiskristallen an einem Fenster. Bei der chemischen Gasphasenabscheidung entsprechen die Temperaturen jedoch denen auf der Oberfläche der Sonne und die Rolle des Wassers wird von Kohlenstoff übernommen.
Die intensive Entwicklung mit dem weltweit führenden Hersteller industrieller Diamanten trug schließlich Früchte und wir kreierten einen Hochtöner, der sich buchstäblich der Perfektion annähert. In zwei Jahrzehnten haben wir den Kalotten-Hochtöner von etwas, das kaum mehr als ein einfacher Mechanismus war, der nur eine Annäherung des akustischen Signals wiedergeben konnte, in eine Komponente verwandelt, die fast 100% genau ist. Aber was unterscheidet den Klang Klang eines Diamant-Hochtöners von dem eines anderen?Eine einfache Frage, die schwierig zu beantworten ist. Am besten hören Sie selbst. Die schlaue Antwort lautet, dass die nahezu perfekte Klangwiedergabe eines Diamantkalotten-Hochtöners sich einfach dadurch zeigt, dass die Musik fast so klingt wie das Original. Es wird nichts hinzugefügt und nichts weggelassen. In der Praxis hören Sie einen klaren, detailgetreuen Klang ohne Verzerrungen und Verfärbungen.
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