
Damit ein Hochtöner die Dynamik der Musik uneingeschränkt übertragen kann, muss er so kühl wie möglich betrieben werden. Dies gilt insbesondere bei hoher Belastung. Das Problem dabei ist, dass die Schwingspule des Hochtöners klein und leicht sein muss, um auf die sehr hohen Frequenzen anzusprechen, wodurch sie aber sehr schnell warm wird. Je wärmer nun die Spule wird, umso mehr steigt ihr elektrischer Widerstand, so dass der durch sie fließende Strom, der wiederum die auf die Kalotte ausgeübte Kraft bestimmt, nicht mehr proportional zum Spannungssignal des Verstärkers ist. Die Folge davon ist eine ungewollte Verdichtung, wodurch die Musik ihren lebendigen Klang verliert.

Die wegen ihrer kleinen Abmessungen eingesetzten Neodym-Eisen-Bor-Magneten können das Problem noch verschlimmern, denn sie eignen sich noch weniger als Wärmeableiter. Aus diesem Grund sind die Nautilus-Röhren der Hochtöner aus der 800 Serie Diamond aus Metall. Sie tragen dazu bei, die Wärme von der Schwingspule abzuleiten. Das Einbringen höherer magnetischer Energie in den Spalt der Schwingspule kann den für einen bestimmten Ausgangspegel erforderlichen Strom reduzieren und damit für einen kühleren Betrieb der Spule sorgen. Aber wie soll das angesichts des schmalen Spalts und der nahezu gesättigten Stahlteile möglich sein? Normale Antriebssysteme verwenden einen einzelnen, zwischen einer Deckplatte und einer Rückenplatte (Mittelpol) angeordneten Magneten (1), wobei die Schwingspule in dem Spalt zwischen der Deckplatte und dem Mittelpol platziert ist.
Um die magnetische Energie genau auf den Punkt auszurichten, an dem sich die Spule befindet, hat die Deckplatte eine Dicke von etwas mehr als 1 mm und eine hohe Sättigungsneigung. Die Vergrößerung des Magneten führt zu einer geringfügig höheren magnetischen Energie im Spalt.
Der Trick besteht darin, zusätzliche Magnete zu verwenden, die entgegengesetzt zum Feld des Hauptmagneten polarisiert sind. Der erste wird hinter der Rückenplatte (2) angeordnet. Das ist eine häufig bei abgeschirmten Magnetsystemen verwendete Position, bei denen der zusätzliche Magnet zusammen mit einer Metallummantelung eingesetzt wird, die den gesamten Antrieb umschließt. In diesem Fall wird keine Ummantelung benötigt, stattdessen wird die Energie durch zwei weitere Magnete auf der Deckplatte (3) und auf dem obersten Punkt des Mittelpols (4) durch die Spule gelenkt.
Durch diesen Aufbau kann die Empfindlichkeit der Spule um etwa 2 dB erhöht werden, während sich der Leistungsbedarf um etwa 40 % reduziert. Ergebnis dieser Maßnahme: ein kühlerer Betrieb des Hochtöners, eine Reduzierung der Verdichtung sowie eine gesteigerte Dynamik der Musikwiedergabe.
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